Wiesbaden/Steinbach. Die steigende Antibiotikaresistenz bei Bakterien ist eine der drängendsten Herausforderungen in Medizin und Forschung. Im LOEWE-3-Projekt „FORMPHAGE - Sichere pharmazeutische Formulierungen für die stabile Verfügbarkeit von Bakteriophagen“ arbeiten Forschende der Goethe-Universität Frankfurt gemeinsam mit der Central Apotheke Steinbach an der Herstellung sicherer, standardisierter und lagerfähiger Phagen-Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionen. Sie konzentrieren sich dabei auf Phagen, also Viren, die Bakterien abtöten. Wissenschaftsminister Timon Gremmels hat das Projekt heute anlässlich der Resilienzwoche der Landesregierung besucht.
Wissenschaft und Forschung wichtig für Krisenprävention
„Die aktuelle Sicherheitslage erfordert von uns allen, uns auf Krisen vorzubereiten. Mit der Resilienzwoche schärfen wir das Bewusstsein für dieses Thema – und zeigen, dass Wissenschaft und Forschung eine große Rolle bei der Krisenprävention spielen“, so Wissenschaftsminister Timon Gremmels. „Im LOEWE-3-Projekt FORMPHAGE arbeiten die Forschenden daran, Bakteriophagen in eine sichere, patientenorientierte Arzneiform zu überführen. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Universität Frankfurt fließt die anwendungsorientierte Forschung direkt in die Validierung und Produktentwicklung. Gleichzeitig profitieren die Hochschulen von der Nähe zur industriellen Praxis. Mit Vorhaben wie FORMPHAGE bauen wir unsere regionale pharmazeutische Expertise weiter aus und stärken Hessen in der medizinischen Forschung. Das hilft auch dabei, unsere Gesellschaft resilienter zu machen."