Brüssel/Wiesbaden. Wissenschaftsminister Timon Gremmels ist in diesen Tagen in Brüssel, um Hessens Forschungslandschaft auf EU-Ebene zu stärken: Derzeit werden die Weichen für das neue EU-Forschungsrahmenprogramm Horizont Europa gestellt, von denen auch die hessische Forschung profitieren kann. Höhepunkt des Besuchs ist die Tagung „Demokratische Resilienz in Europa“ des hessischen Wissenschaftsministeriums in der Vertretung des Landes Hessen. Hier kamen am Mittwoch über 200 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, der EU-Forschungscommunity und Hessens Wissenschafts- und Forschungslandschaft zusammen.
"Horizont Europa sollte mehr Förderchancen für die Demokratieforschung bieten"
Wissenschaftsminister Timon Gremmels: „Horizont Europa sollte mehr Förderchancen für die Demokratieforschung bieten. Die Bedeutung dieses Forschungsthemas zeigt sich in unserem Bundesland: Mit unserem Programm ,Stärkung der Demokratieforschung Hessen‘ vernetzen wir die Exzellenz der hessischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen, um konkrete Antworten auf Radikalisierung und Polarisierung zu finden. Eine starke Demokratieforschung hilft, um unsere Demokratien in Zeiten geopolitischer Krisen und zunehmender Bedrohungen resilienter zu machen. Das unterstreicht auch die Tagung ,Demokratische Resilienz in Europa‘. Vor diesem Hintergrund begrüße ich, dass der EU-Ministerrat in diesen Tagen eine Position verabschiedet hat, die eine stärkere Rolle für die Geistes- und Sozialwissenschaften im Programm vorsieht.“
Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis
Im Zentrum der zweitägigen Konferenz steht der Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis. Ziel ist es zu zeigen, wie regionale Spitzenforschung aus Hessen theoretische EU-Konzepte mit verlässlichen empirischen Daten und Erkenntnissen aus der Region unterfüttern kann. Am heutigen 25. Juni 2026 tauschen sich hessische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Vertretern der Europäischen Kommission aus. Beleuchtet werden soll der Forschungsansatz der hessischen Projekte mit Perspektive und Impulsen für die Demokratiestärkung in Deutschland und Europa mit Blick auf die Förderperiode 2028-2034. Zudem stehen Möglichkeiten der Vernetzung hessischer Forscherinnen und Forscher mit Expertinnen und Experten aus EU-Institutionen und aus der Brüsseler Forschungs-Community im Fokus.