Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels mit Kurator Dr. Roman Zieglgänsberger, Eva Claudia Scholtz, Geschäftsführerin der Hessischen Kulturstiftung, Dr. Andreas Henning, Direktor des Museums Wiesbaden, und Dr. Josephine Karg von der Kulturstiftung der Länder

Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur

Museum Wiesbaden erwirbt bedeutendes Frühwerk von Alexej von Jawlensky

Mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder und der Hessischen Kulturstiftung geht das Gemälde „Bahnhof-Füssen im März" in den Sammlungsbestand über.

Wiesbaden. Das Museum Wiesbaden beherbergt die bedeutendste Sammlung des Expressionisten und „Blauer Reiter“-Künstlers Alexej von Jawlensky. 2026 gelang es dem Hessischen Landesmuseum, ein bedeutendes Frühwerk des Wegbereiters der Modernen Kunst, Bahnhof-Füssen im März, zu erwerben. Ausgestellt wurde es seit 1956 in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland. Dank der Mitfinanzierung durch die Kulturstiftung der Länder und die Hessische Kulturstiftung war der Ankauf und folglich die Schließung einer Sammlungslücke möglich. Das frühe, noch zwischen Impressionismus und Expressionismus stehende Gemälde wurde heute im Kontext der Sonderausstellung „Feininger, Münter, Modersohn-Becker… Oder wie Kunst ins Museum kommt“ unter Anwesenheit des Hessischen Ministers für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Timon Gremmels, enthüllt.

Timon Gremmels, Hessischer Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur: „Mit dem Ankauf des Gemäldes „Bahnhof Füssen im März“ erweitert das Museum Wiesbaden seine herausragende Jawlensky-Sammlung um ein ganz wesentliches Werk, das aus einer Schaffensphase des Künstlers stammt, die bislang hier nicht vertreten war. Ein Erwerb dieser Größenordnung ist in Zeiten, in denen die Haushaltslage so angespannt ist wie aktuell, alles andere als selbstverständlich. Dass dieses Werk dennoch in die Sammlung des Museums Wiesbaden aufgenommen werden kann, verdanken wir der Unterstützung von Stiftungen und privaten Spenden. Dieses Engagement zeigt eindrucksvoll: Die Bewahrung unseres kulturellen Erbes gelingt nur gemeinsam.“

Alexej von Jawlensky, Bahnhof-Füssen im März, 1905, Öl auf Karton auf Holz, 38 x 50 cm

Das Museum Wiesbaden bewahrt die weltweit bedeutendste Sammlung des Malers Alexej von Jawlensky (1864–1941). Bislang fehlt im Bestand ein Gemälde aus dem Füssenaufenthalt des Künstlers (März 1905). Diese Gemälde sind sehr rar, es sind lediglich zehn Werke im Catalogue Raisonne (Nr. 92-101) dokumentiert. Von diesen wenigen, im Allgäu geschaffenen Werken ist „Bahnhof-Füssen" das mit Abstand am häufigsten in der Literatur publizierte und ausgestellte Bild. Mit dieser Erwerbung, die 2026 in geschlossener Provenienzkette aus dem Nachlass des Künstlers im März 2026 für 350.000 CHF gelang, besitzt das Museum Wiesbaden jetzt 116 Arbeiten des Künstlers.

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