Eine Gruppe von Menschen steht draußen auf einer Wiese.

Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur

Wissenschaftskooperationen sollen ausgebaut werden

Hessen und Wisconsin wollen ihre langjährige Wissenschaftspartnerschaft weiter ausbauen. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Landespartnerschaft hat Wissenschaftsminister Timon Gremmels gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern hessischer Hochschulen den US-Bundesstaat besucht.

Aus den Gesprächen sollen neue Kooperationen insbesondere in den Bereichen Künstliche Intelligenz in Studium und Lehre, Wissenstransfer und Unternehmensgründungen sowie Demokratieforschung entstehen. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur will entsprechende Vorhaben mit einer Anschubförderung unterstützen.

„50 Jahre Hessen und Wisconsin sind 50 Jahre gelebte Partnerschaft. Jetzt wollen wir diese Verbindung für die nächsten 50 Jahre weiterentwickeln. Wisconsin und Hessen stehen vor ähnlichen Herausforderungen – beim Einsatz Künstlicher Intelligenz in Studium und Lehre, beim Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Innovationen und Gründungen und bei der Stärkung unserer Demokratie durch Forschung. Genau hier liegen große Chancen für neue gemeinsame Projekte“, sagte Wissenschaftsminister Timon Gremmels.

Einrichtungen und Initiativen mit besonderem Potenzial

Im Mittelpunkt der Reise standen Gespräche mit den langjährigen Partnern der 13 Universitäten des University of Wisconsin Systems, dessen Leitung sowie mit Wisconsins Gouverneur Tony Evers. Bei Besuchen an der University of Wisconsin–Madison und der University of Wisconsin–Milwaukee informierte sich die Delegation über Einrichtungen und Initiativen mit besonderem Potenzial für eine vertiefte Zusammenarbeit mit Hessen. Dazu gehörten das College of Computing and AI, der Wisconsin Entrepreneurship Hub und die State Democracy Research Initiative an der UW Madison sowie das Connected Systems Institute an der UW Milwaukee.

Ein Schwerpunkt lag auf der Frage, wie Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll in Studium und Lehre integriert werden kann und welche Kompetenzen Studierende für eine zunehmend von KI geprägte Arbeitswelt benötigen. Beim Wissenstransfer und bei Unternehmensgründungen bietet insbesondere der Wisconsin Entrepreneurship Hub Anknüpfungspunkte für die hessischen Hochschulen.

Demokratieforschung eröffnet neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit

Auch die Demokratieforschung eröffnet neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Die State Democracy Research Initiative an der University of Wisconsin–Madison untersucht, wie Forschung zur Stärkung demokratischer Teilhabe und Institutionen beitragen kann. Damit ergeben sich direkte Anknüpfungspunkte zur hessischen Förderung der Demokratieforschung.

„Internationale Kooperationen schaffen belastbare Netzwerke, machen unsere Hochschulen resilienter und stärken Wissenschaftsfreiheit und offenen Austausch. Gerade in politisch schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Studierende und Hochschulen über Grenzen hinweg verbunden bleiben. Der akademische Austausch – und insbesondere die Begegnung junger Menschen – ist deshalb ein lebendiger Kern unserer Partnerschaft mit Wisconsin“, betonte Gremmels.

Partnerschaft zwischen Hessen und Wisconsin seit 1976 

Die Reise nach Wisconsin schloss sich an die Delegationsreise der Wissenschaftsministerkonferenz an mit Stationen in Washington, D.C., San Francisco und Los Angeles. In Washington und bei der GAIN-Jahrestagung in San Francisco hatte Gremmels Gespräche über zentrale Herausforderungen der transatlantischen Wissenschaftsbeziehungen geführt.

Die Partnerschaft zwischen Hessen und Wisconsin wurde 1976 begründet und ist die älteste Landespartnerschaft Hessens mit einem US-Bundesstaat. Der akademische Austausch bildet heute einen wesentlichen Bestandteil der transatlantischen Beziehungen. Über die vergangenen Jahrzehnte ist ein enges Netzwerk aus Hochschulen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Studierenden entstanden.