Ministerin Dorn steht im offenen Bulliwood-Wagen

Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Land fördert Bulliwood-Filmprojekt zum Thema „Respekt“ mit 24.000 Euro

Jugendliche entwickeln Kurzfilm über Gewissenskonflikt im Freundeskreis

Wiesbaden/Niedenstein. Der Verein Bulliwood – Filme auf Rädern bringt gemeinsam mit Jugendlichen aus Nordhessen eine Miniserie zum Thema Respekt auf die Leinwand. Im vergangenen Jahr wurde das Drehbuch entwickelt; in diesem Jahr probt, dreht und schneidet die Gruppe und setzt damit ihre Ideen in die Tat um. Diesen zweiten Projektteil fördert das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst mit 24.640 Euro.

Hochaktuelles Thema

„Miniserien bieten mehr Raum für Plot und Charakterentwicklung als ein Film, sind aber trotzdem auf ein paar Folgen begrenzt – und damit ein guter Rahmen für das spannende Projekt, dessen Thema hochaktuell ist“, so Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn. „Gerade vor dem Hintergrund eines furchtbaren Krieges und einer noch nicht beendeten Pandemie ist der Respekt vor der Unversehrtheit und Gesundheit unserer Mitmenschen wichtiger denn je. Aber nicht nur das Thema, auch der Schaffensprozess ist wichtig: Es geht darum Verantwortung im Team zu übernehmen, die Kompromissfähigkeit zu stärken, demokratische Entscheidungen zu treffen und zum Schluss einen Erfolg zu erleben. Diesen Prozess unterstützen wir gern. Kinder und Jugendlichen können zu klugen und kreativen Köpfen heranwachsen. Mir ist wichtig, dass sie alle auch die Chance dazu bekommen, dieses Potenzial zu entfalten, ganz gleich, welche Muttersprache sie sprechen, welches Einkommen ihre Eltern haben und ob sie in der Stadt wohnen oder auf dem Land. Dazu leisten Angebote der kulturellen Bildung wie die des Bulliwood-Filmmobils einen wichtigen Beitrag. Ich bin sehr gespannt auf den fertigen Film!“

Präsentation im kommenden Sommer

In der Geschichte muss sich die Hauptfigur Bastian zwischen zwei Freundeskreisen entscheiden: Er ist Mitglied einer Gruppe, die sich vorrangig zum Fahrradreparieren trifft, unter Einfluss des Leiters Maximilian aber mit rechtem Gedankengut herumspielt und sich zunehmend radikalisiert. Gleichzeitig freundet sich Bastian mit einer Migrantenfamilie an – und muss sich in einer dramatischen Situation zwischen den Freundesgruppen entscheiden. Der Plot wurde von Anfang an zusammen mit Jugendlichen zwischen 13 und 16 Jahren entwickelt; sie alle haben vorher bei mindestens einem der Filmprojekte des Bulliwood-Filmmobils mitgemacht. Das Drehbuch entstand größtenteils in Online-Treffen, da die Jugendlichen verstreut in ganz Nordhessen zu Hause sind. Die Proben und Dreharbeiten finden in den Osterferien statt – Drehorte sind unter anderem das Hallenbad Niedenstein, die „Kleidertüte“ in Niedenstein-Ermeteis und der Mehrgenerationenspielplatz Edermünde-Besse. Die siebenteilige Miniserie soll voraussichtlich im Juli 2022 mit einem Fest präsentiert werden.

Was macht Bulliwood?

Der Verein Bulliwood – Filme auf Rädern mit Sitz in Niedenstein (Schwalm-Eder-Kreis) initiiert kulturelle Projekte mit Schwerpunkt Theater und Film für Kinder, Jugendliche und generationenübergreifende Zielgruppen speziell im ländlichen Raum. Ein Schwerpunkt sind die Workshops, in denen junge Filmfans an fünf Tagen eigene Kurzfilme erarbeiten und zum Schluss einem Publikum präsentieren.

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