Ein Forscher im Schutzanzug, der einem anderen Forscher ein Zeichen gibt

Forschungsförderprogramm „Hessen Horizon“

Europäische und internationale Vernetzung stärkt die hessische Forschungslandschaft - das ist die Überzeugung, die dem Forschungsförderprogramm „Hessen Horizon“ zugrunde liegt. Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt vielversprechende Maßnahmen hessischer Wissenschaftseinrichtungen, die auf eine erfolgreiche Projektförderung der Europäischen Union zielen.

Zukunftsthemen im Blick

Ob es um Zukunftsthemen wie Klimakrise, Gesundheit oder Mobilität geht, von dem Anschubfonds in Höhe von insgesamt 8 Millionen Euro können bis 2023 Hochschulen, Forschungseinrichtungen wie auch Forschungsverbünde profitieren. Als Beitrag zur Stärkung von Innovation und Beschäftigung in der Region hat „Hessen Horizon“ eine wichtige gesamtwirtschaftliche Bedeutung: Die Bewältigung globaler Herausforderungen setzt eine vertiefte Internationalisierung voraus.

Zusammenarbeit und Austausch

Ein starker Fokus des EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation liegt auf Vorhaben, die in Zusammenarbeit mit Unternehmen und im Austausch mit der Zivilgesellschaft durchgeführt werden. Hessische Einrichtungen werden in ihren Kooperationen in EU-Verbundprojekten und bei der Anbahnung europäischer Forschungs- wie auch Innovationsvorhaben gezielt unterstützt.

Viele gesellschaftlich wichtigen Fragen können wir nur gemeinsam in europäischer Zusammenarbeit lösen.
Ayse Asar, Hessische Staatssekretärin für Wissenschaft und Kunst

„Hessen Horizon“ möchte Ausschreibungen der EU-Kommission, insbesondere innerhalb des EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation, für die hessischen Hochschulen, Forschungsverbünde und Forschungseinrichtungen zugänglicher zu machen. Das Landesprogramm fördert aussichtsreiche Vorhaben grundsätzlich zugunsten aller Forschungsbereiche.

Einrichtungen passgenau unterstützen

Als Anschubfonds nimmt „Hessen Horizon“ die oftmals ressourcenbindende Vorphase einer erfolgreichen EU-Antragstellung in den Blick und fördert deshalb vielfältige Maßnahmen, die zum Erfolg von EU- Projektantragstellungen beitragen. Um die Einrichtungen passgenau zu unterstützen, bietet „Hessen Horizon“ einen vielschichtigen und flexiblen Mitteleinsatz entlang spezifischer, im Antrag darzulegender Bedarfe (z.B. Beratungsangebote, einrichtungsinterne Anschubprogramme, Übernahme von Übersetzungskosten, Inanspruchnahme von Coachings). Die individuellen Ziele und Schritte der Hochschulen werden von einem Strategieprozess mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst begleitet. Die aus dem Strategieprozess resultierenden EU-Forschungskonzepte an jeder der hessischen Hochschulen wirken über den Förderzeitraum von „Hessen Horizon“ hinaus.

Daneben hat das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst ein Stipendienprogramm für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aufgelegt, das einen Forschungsaufenthalt in Hessen ermöglicht. Dieses basiert auf dem Marie Sklodowska-Curie-Programm der EU und nutzt dessen anerkannten und unabhängigen Evaluierungsprozess der EU-Kommission. Die Vermittlung von EU-Kontakten und die Netzwerkbildung in Brüssel werden zusätzlich mit einer spezifischen Förderlinie unterstützt.

Förderlinien

„Hessen Horizon“ unterstützt Hochschulen bei der Antragsstellung für EU-Fördermittel, um hessische Forschungsprojekte auf europäischer Ebene voranzubringen. Eingebunden in einen Strategiedialog mit dem HMWK bauen die Hochschulen in Eigenverantwortlichkeit Strukturen zur Stärkung von EU-Forschungs- und Innovationsprojekten auf. Über die vielfältigen hochschulinternen Maßnahmen informieren die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner der jeweiligen Hochschulen

Hessische außeruniversitäre Forschungseinrichtungen außerhalb der gemeinsamen Wissenschaftsförderung von Bund und Ländern werden über eine eigene Förderlinie in „Hessen Horizon“ in ihrer Beteiligung an der EU-Forschungsförderung unterstützt

Das „Marie Skłodowska-Curie-Stipendium Hessen“ soll hochqualifizierten, europäischen wie auch internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Durchführung ihres Forschungsvorhabens in Hessen ermöglichen. Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) gewährt auf Antrag Stipendien zur Durchführung von Forschungsvorhaben. Voraussetzung ist ein hervorragend evaluierter Antrag einer hessischen Einrichtung für ein „Marie Skłodowska-Curie Postdoctoral Fellowship“ bei der Europäischen Kommission, der von Seiten der EU nicht gefördert, jedoch mit einem Exzellenzsiegel („Seal of Excellence“) ausgezeichnet wurde.

Mit der Netzwerk-Förderlinie werden Aktivitäten unterstützt, die darauf abzielen, über Arbeitsprogramme und Ausschreibungen der zuständigen Generaldirektionen der Europäischen Kommission und europäische Rahmenbedingungen mit relevanten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern ins Gespräch zu kommen. Gefördert werden kann etwa die Präsentation hessischer Forschungsvorhaben in Brüssel, Kontaktanbahnungen mit der Europäischen Kommission sowie passgenaue Netzwerkaktivitäten in Brüssel, einschließlich der Förderung des Engagements wissenschaftlicher Beratungstätigkeit in Gremien der EU.

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