Die klassische, seit mehr als 170 Jahren bekannte Litfaßsäule erfährt eine Renaissance als Warnmultiplikator. Die Idee: Wenn bei einem langanhaltenden Stromausfall andere Kommunikationsmedien wie Mobilfunk, Internet oder Fernsehen ausfallen, kann die energieautarke Litfaßsäule 4.0 Menschen weiterhin informieren. Am Donnerstag nahmen das LOEWE-Zentrum emergenCITY, die Technische Universität Darmstadt und das Medienhaus Ströer den in einer gemeinsamen Forschungskooperation entstandenen Prototypen auf dem Riegerplatz in Darmstadt in Betrieb. Neben der technischen Erprobung sollen wissenschaftliche Untersuchungen im Anschluss zeigen, wie die Darmstädterinnen und Darmstädter die Warnsäule wahrnehmen.
Der hessische Wissenschaftsminister Timon Gremmels hob die Bedeutung der Innovation in ihren Grußworten hervor. „Im LOEWE-Zentrum emergenCITY arbeiten die Forschenden an Lösungen, die in Krisenfällen einen Notbetrieb sicherstellen und schnelle Hilfe und die Rückkehr zur Normalität ermöglichen sollen“, sagte Gremmels. „Die Litfaßsäule 4.0 nutzt auf innovative Weise ein Alltagsobjekt, das wir alle kennen, für Krisenkommunikation. Damit zeigt das Projekt eindrücklich, welche wichtige Rolle unsere Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen für die Bewältigung der Herausforderungen unserer Zeit spielen.“