Eine Person mit blauen Handschuhen hält eine Petrischale in die Kamera

Was ist LOEWE?

Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz – kurz: LOEWE – ist der Titel des Forschungsförderungsprogramms, mit dem das Land Hessen seit 2008 wissenschaftspolitische Impulse setzen und damit die hessische Forschungslandschaft nachhaltig stärken will.

Die Landesregierung unterstützt mit dem LOEWE-Programm die Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Hessen bei der weiteren Profilierung und bei der Umsetzung strategischer Ziele. LOEWE fördert herausragende wissenschaftliche Verbundvorhaben, insbesondere auch eine intensive Vernetzung von Wissenschaft, außeruniversitärer Forschung und Wirtschaft.

Zudem soll in Zusammenarbeit und Abstimmung mit den großen Forschungsorganisationen der Boden für die Ansiedlung weiterer, gemeinsam von Bund und Ländern finanzierter Forschungseinrichtungen bereitet werden.

Im Rahmen von LOEWE sind antragsberechtigt:

  • alle hessischen Hochschulen (inklusive der staatlich anerkannten Hochschulen in nicht-staatlicher Trägerschaft)
  • in Hessen ansässige und vom Land geförderte Forschungseinrichtungen sowie überregional finanzierte und gemeinnützige außeruniversitäre Forschungseinrichtungen mit Sitz in Hessen
  • kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), familiengeführte Unternehmen sowie inhaber- bzw. personengesellschaftergeführte Unternehmen mit bis zu 1.000 Beschäftigten
  • Großunternehmen und Konzerne (diese sind grundsätzlich nicht förderfähig)

Im Zeitraum 2008 bis 2019wurden rund 869 Mio. € Landesmittel für LOEWE und damit für die Förderung herausragender wissenschaftlicher Verbundvorhaben bereitgestellt. Im Jahr 2020 stehen rund 59 Mio. € zur Verfügung. Der Koalitionsvertrag von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für die 20. Legislaturperiode (2019 - 2024) legt eine Steigerung des LOEWE-Budgets bis zum Jahr 2025 auf 100 Mio. € pro Jahr fest.

Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen. Um sie stabil zu gestalten und zugleich veränderungsfähig in die Zukunft zu führen, brauchen wir die Gedanken und die Lösungen vieler kluger Köpfe – und dazu gehört auch die Spitzenforschung, die wir mit LOEWE fördern.
Angela Dorn, Wissenschaftsministerin

Im Rahmen von LOEWE sind mehrere Förderlinien (Zentren, Schwerpunkte, KMU-Hochschule-Verbundprojekte, LOEWE-Professuren, LOEWE-Spitzenprofessuren und LOEWE-Exploration) etabliert. Seit dem Programmstart wurden im wettbewerblichen Verfahren

  • 15 LOEWE-Zentren (Förderlinie 1),
  • 64 LOEWE-Schwerpunkte (Förderlinie 2) sowie
  • 324 KMU-Verbundprojekte (Förderlinie 3)

zur Förderung ausgewählt.

Die LOEWE-Spitzenprofessuren (Förderlinie 4A) und LOEWE-Professuren (4B), zwei neue Programmlinien, sollen helfen, international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Hessen zu berufen oder in Hessen zu halten, um die strategische Profilbildung der Hochschulen zu unterstützen. Sie können für fünf Jahre zwischen 1,5 und 3 Millionen Euro (je nach Wissenschaftsgebiet) für ihre Sach- oder Personalausstattung bekommen. Vielversprechende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem frühen Karrierestadium können mit einer Ausstattung von zwischen einer und zwei Millionen Euro für fünf Jahre unterstützt werden.

Wissenschaft muss Risiken eingehen und auch mal scheitern dürfen, um Innovation zu erzeugen. Deshalb soll die Förderlinie LOEWE-Exploration Forschenden die Freiheit geben, neuartigen, hoch innovativen Forschungsideen nachzugehen. Mit zwischen 200.000 bis 300.000 Euro für zwei Jahre können sie eine unkonventionelle Hypothese, einen radikal neuen Ansatz testen.

Die Administration obliegt der LOEWE-Geschäftsstelle im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst; nur die Förderlinie 3 wird von der Hessen Agentur GmbH administriert.

Weitere Informationen

Die LOEWE-Forschungsprojekte haben sich zu ProLOEWEÖffnet sich in einem neuen Fenster zusammengeschlossen, um gemeinsam über Ihre Aktivitäten zu informieren.

Die Stellungnahme zum hessischen Forschungsförderprogramm LOEWE (Wissenschaftsrat Drs. 3192-13) von 2013 gibt es hier zum DownloadÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Verwaltungskommission

Das sind die Mitglieder der LOEWE-Verwaltungskommission.

Ayse Asar, Staatssekretärin, Vorsitzende
Dr. Christine Burtscheidt, Leiterin Abteilung III Hochschulen und Forschung

Dr. Martin J. Worms, Staatssekretär

Dr. Philipp Peter Nimmermann, Staatssekretär

Patrick Burghardt, Staatssekretär

Johannes Stein, Leiter Abteilung Koordination

Programmbeirat

Das sind die Mitglieder des LOEWE-Programmbeirates.

(Beiratsvorsitzender), Neurologie; Vorstandsvorsitzender der Charité Universitätsmedizin Berlin 2008 bis 2019; Vorsitzender des Wissenschaftsrates 2001 bis 2006; Ordentliches Mitglied der Akademie der Naturwissenschaften Leopoldina

Neurologie; Direktor der Universitätsklinik für Neurologie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg; Leiter der Abteilung Verhaltensneurologie am Leibniz-Institut für Neurobiologie, Magdeburg; Mitglied des Senats und des Hauptausschusses der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bis 2011; Vorsitzender des Medizinausschusses des Wissenschaftsrates bis 2016; Ordentliches Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Akademie der Naturwissenschaften Leopoldina

(stellv. Beiratsvorsitzender), Steuerungs- und Regelungstechnik; Technische Universität München; Mitglied des Senats und des Hauptausschusses der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bis 2011; Fellow IEEE – Institute of Electrical and Electronical Engineers; Mitglied European Academy of Sciences and Arts; Mitglied EU Academy of Sciences

Informatik; Lehrstuhl für Informationssysteme und Datenbanken, RWTH Aachen; Leiter des Fraunhofer Instituts für Angewandte Informationstechnik (FIT), Birlinghoven; Ordentliches Mitglied der acatech –Deutsche Akademie der Technikwissenschaften e.V.

Energieversorgung und Energietechnik; Fachhochschule Südwestfalen

Historische deutsche Sprachwissenschaft; Humboldt-Universität zu Berlin; Mitglied des Wissenschaftsrates 2000 bis 2006, stellvertretende Vorsitzende der Wissenschaftlichen Kommission des Wissenschaftsrates von 2003 bis 2006

Geschichte Ost- und Südosteuropas; Ludwig-Maximilians-Universität München

Volkswirtschaftslehre (insbes. Arbeitsmarkt, Migration, Gender); Universität Hamburg; Mitglied des Fachkollegiums „Wirtschaftspolitik und Finanzwissenschaften“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

Organische Chemie; Geschäftsführender Direktor des Leibniz-Instituts für Katalyse e.V., Rostock; Vizepräsident der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e.V. (Leibniz-Gemeinschaft); Ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Akademie der Naturwissenschaften Leopoldina

Kognitive Neurowissenschaften und Biopsychologie;Georg-August-Universität Göttingen; Direktor Deutsches Primatenzentrum (DPZ) GmbH – Leibniz-Institut für Primatenforschung, Göttingen; Ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

Experimentalphysik; Universität des Saarlandes; Mitglied des Wissenschaftsrates, Vorsitzende des Evaluationsausschusses des Wissenschaftsrates; Mitglied des Fachkollegiums „Statistische Physik, Weiche Materie, Biologische Physik, Nichtlineare Dynamik" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Mitglied des DFG-Senatsausschusses für Sonderforschungsbereiche 2006 bis 2012; Ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz

Geschäftsführer Sensitec GmbH (Wetzlar); Vorstandsvorsitzender INNOMAG e.V.; stellv. Vorsitzender MST-Netzwerk Rhein-Main e.V.; Mitglied des Vorstands des AMA Verbands für Sensorik und Messtechnik e.V

Volkswirtschaft; Chefvolkswirtin und Leitung Research der Landesbank Hessen-Thüringen; Mitglied in zahlreichen Gremien, u.a.im Beirat der H&R GmbH sowie im Kuratorium der Aventis Foundation

Merck KGaA, Darmstadt, Vize-Präsident Innovation, Abteilungsleitung Innovation & Entrepreneurship Incubator

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